Last of the Humanists

Der Blues der letzten der Humanisten

Die letzen 30 Jahre – die Hochzeit des Neoliberalismus – Enden mit einer der Krönung der Pandemie. Kaum eine Alternative zumindest in der herrschenden Poltik sichtbar.

Da kann man schon mal den Blues bekommen -oder er schlägt wirklich um in Wut und Rebellion. Angesichts der offenen Unmenschlichkeit und zynischen Menschenfeindlichkeit dieses Denksystems. Um die „Systemrelevanz“ seiner zentralen Institutionen und Mechanismen wirklich in Frage zu stellen, brauchte es wohl diese Pandemie.

Dennoch scheint es einen Fluchtweg aus der Erkenntnis der Realität der sozialen (Klassen-)Verhältnisse zu geben. Die Flucht in Verschwörungsmythen, personifizierende Mythenbildung und Irrationalismus etc. Und den neu entdeckten und mit Innbrunst geführten Kampf gegen gehen die als „Köpfe“ identifizierten Personen und deren Anhänger. Diese „Glaubenskämpfe“ gehen immer an der sozialen Realität vorbei.

Ein System, das nur weiter funktioniert, wenn es die Gesellschaft und damit in erster Linie die abhängig Arbeitenden und deren soziale Errungenschaften anzapfen, ausbeuten und übervorteilen kann.

Es ist für viele Alternativlos – mit allen Konsequenzen. Dennoch wär es schon wert, darüber wenigstens mal nachzudenken, welche Alternative es gäbe, wenn man die aktuelle Rebellion der diskriminierten Bevölkerungsgruppe in den USA mit dem Widerstand in Chile verbände oder mit dem in Brasilien gegen Bolsonaro. Und mit Hongkong oder den Menschen im Sudan, in Ägypten oder den Widerständen gegen Erdogan und Putin… Algeriens demokratischer Hirak verbände sich mit den Menschen Palästinas, des Libanon und Saudi Arabiens, genauso wie mit den Bewegungen für den Erhalt des Sozialen Staates in Spanien, Frankreich oder Ungarn…

Das ist sicher nicht alles, da gibt es noch mehr, was verhindert, dass man sich dem Blues ergeben muss und sollte.

Gerd Bauder im Projekt  Last of Humanists mit dem Neoliberalism Blues.

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Siegbert Schwab

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